editorial

Kuba steht nicht nur durch die Verschärfung der US-Blockade im Fadenkreuz des Imperiums. Die Interventionen der USA in Venezuela und Bolivien zielen auch auf Kuba. Die USA führen seit Jahrzehnten einen Wirtschaftskrieg gegen Kuba. Jorgito berichtet in seinem Log, wie auch er Opfer der Blockade wurde und wie sie das Leben ganz normaler Kubaner beeinträchtigt.

Im Vorfeld der jährlichen Abstimmung in der UNO über Kubas Antrag zur Verurteilung der Blockade, die diesmal am 7. November stattfand und über die Roland Armbruster schreibt, hat die Tageszeitung "junge Welt" gemeinsam mit der Kuba-Solidarität die Kampagne "Unblock Cuba" gestartet. Jonas Pohle von der jW schildert ihre Anfänge und zieht ein Resümee der Plakataktionen und Veranstaltungen in der BRD, der Schweiz und Österreich. Wir bringen Berichte von den Aktivitäten der FG-Regionalgruppen im Rahmen der Kampagne, Sämi Wanitsch lässt uns an den Schweizer Aktionen teilhaben.

Im Zuge des Rollbacks in Lateinamerika und der Verschärfung der Blockade durch die USA geraten auch die kubanischen Ärzte, die in anderen Ländern Hilfe leisten, ins Visier, sei es durch Kündigung der Verträge oder durch Propaganda gegen die Ärzte oder beides. Dr. Klaus Piel stellt diesen Angriffen Tatsachen entgegen und erläutert fachkundig die Bedeutung der kubanischen Ärzte für die Gesundheitsversorgung ärmerer Länder.

Dr. Carolus Wimmer berichtet über die aktuelle Situation in Venezuela, das immer noch mit Sanktionen durch die USA belegt ist, um völkerrechtswidrig die Regierung zu stürzen.

Es ist nicht nur so, dass die USA ihren Hinterhof zurückhaben und ungehemmt an die Rohstoff e wollen, Kuba verzeiht man nicht, dass dieses kleine Entwicklungsland in vielen Bereichen deutlich macht, dass eine andere Welt möglich ist. Das betrifft auch ökologische Fragen. Vieles, was die Fridays-for-Future-Bewegung zu Recht fordert, ist in Kuba schon umgesetzt oder zumindest in der neuen kubanischen Verfassung zum Lebensziel Tarea Vida erhoben wurden. Dr. Edgar Göll ist Fachmann in diesen Fragen und zieht Bilanz: Welche ökologischen Herausforderungen stehen noch vor Kuba und was hat Kuba schon alles erreicht. Ein wertvoller Beitrag zur Ökologiedebatte.

Es lohnt sich immer, Kuba selber kennenzulernen. Und das am besten mit einer Brigade. Als Anregung ein Bericht unserer 1.-Mai-Brigade.

Und weiter in eigener Sache: "Cuba Libre" wird am 15. Januar 2020 40 Jahre alt. Vierzig Jahre, in denen wir versucht haben, mit unseren bescheidenen Mitteln ein Stück Gegenöffentlichkeit herzustellen und zur wahrheitsgemäßen Berichterstattung über Kuba beizutragen. Zu diesem Jubiläum erreichten uns Grußworte von unseren Autoren, von Medienpartnern, Politikern und Künstlern, über die wir uns sehr gefreut haben und die uns in unserer Arbeit ermutigen. Sie alle haben eines gemeinsam: Die Solidarität mit Kuba und wie wichtig Gegenöffentlichkeitsarbeit ist. Wir versprechen: Wir machen weiter, um die Mauer des Schweigen und die Desinformation über Kuba zu durchbrechen!

CUBA LIBRE Marion Leonhardt

CUBA LIBRE 1-2020