Mit vereinten Kräften gegen die US-Blockade

Mit vereinten Kräften gegen die US-Blockade
Berliner Kuba-Solidaritätsgruppen und Organisationen haben am 21. April 2018 eine Protestkundgebung gegen die Wirtschafts-, Finanz- und Handelsblockade der USA gegen Kuba vor der US-Botschaft in Berlin durchgeführt.

Die Berliner Regionalgruppe der Freundschaftsgesellschaft BRD-Kuba hatte diese angeregt und so eröffnete deren Vorsitzende Marion Leonhardt die Kundgebung. Sie kritisierte, dass die Blockade katastrophale Folgen für das Leben der Kubaner hätte, dass sie sich aber auch negativ auf die Situation von Menschen in den USA und Europa auswirke. Im Aufruf hieß es: "Und alle Staaten dieser Welt außer USA und Israel fordern das Ende der Blockade. Nun müssen endlich Taten folgen! Auch die Blockade ist eine Form von Krieg gegen ein Volk. Schluss damit!"

Der "junge Welt"-Mitarbeiter Jonas Pohle berichtete von der Weigerung der Postbank, Gelder an die kubanische Zeitung Granma Internacional zu überweisen. Der Verlag 8. Mai, der auch die junge Welt herausgibt, organisiert den Druck und den Vertrieb der deutschsprachigen Ausgabe der Granma Internacional. Auf diese exterritorialen Effekte wies auch der Autor dieses Artikels und stellvertretende Vorsitzende des Netzwerks Cuba mit mehreren Beispielen hin. So sei von der Postbank die Überweisung umfangreicher Spenden für die Opfer des Hurrikans Irma nach Kuba verweigert worden wegen der US-Blockade. Daher müsse der Druck auf Bundesregierung und andere EU-Regierungen erhöht werden, sich der US-Aggression zu widersetzen.

In ihrem Redebeitrag wies Nancy Larenas von der KP Chiles auf das imperialistische Gebaren der USA gegen Lateinamerika hin sowie auf die zahlreichen Interventionen und Kriege in aller Welt. Für die Naturfreunde Berlin sprach Uwe Hiksch auf der Kundgebung und machte deutlich, dass Kuba für viele Menschen in den Staaten des globalen Südens und nicht nur für die ein Hoffnungsschimmer darstelle. Man dürfe Kuba nicht mit den Lebensbedingungen im globalen Norden vergleichen, sondern müsse sehen, dass Kuba ein Land des globalen Südens sei.

Der stellvertretende Vorsitzende der Berliner DKP, Stefan Natke, prangerte die Blockadefolgen für die Wirtschaft und das soziale Leben in Kuba sowie die Zusammenhänge mit der EU an. Alle ökonomischen Hindernisse gegenüber Kuba müssten aufgehoben werden.

CUBA LIBRE
Dr. Edgar Göll, Netzwerk Cuba

CUBA LIBRE 3-2018